Referenzen sagen mehr als tausend Worte. Man muss nur verstehen, was sie wirklich erzählen.
Ich habe hier einige meiner Referenzen zusammengestellt, die einen guten Überblick über besondere Planungen und Projekte unter besonderen Bedingungen geben.
Mein Ansatz ist stets ganzheitlich: von der ersten Idee über die Planung bis zur vollständigen Umsetzung – einschließlich aller besonderen Anforderungen und Leistungen. Genau darin sehe ich meine Verantwortung.
In meinem Verantwortungsbereich arbeitet kein anderer Planer unbeaufsichtigt. Nur durch die enge Begleitung, den fachlichen Austausch und die kontinuierliche Kontrolle kann ich sicherstellen, dass die Qualität und die Zielsetzung des Projekts erhalten bleiben.

ALTE FLEIWA
Industriedenkmal

Wir haben sämtliche Leistungen im Bereich Tragwerk – Bestand, Neubau und Rückbau – sowie die Planung von Montagezuständen, Montagesicherungen, Fertigteil-Werkplanung und Arbeitsabläufen unmittelbar nach Baubeginn von einem ausscheidenden Planer übernommen.
Der Leistungsumfang umfasste damit sowohl die Ausführungsplanung als auch zahlreiche Anpassungen bestehender Planungen aufgrund bauseitiger Erfordernisse und neuer Erkenntnisse aus der Umsetzung. Im Wesentlichen handelte es sich um eine umfassende baubegleitende Planung unter laufenden Projektbedingungen.
Darüber hinaus übernahmen wir die Überwachung und Koordination der Arbeiten sowie die Lösung auftretender technischer Herausforderungen.
Im Zuge der Umsetzung wurde der Wasserturm vollständig entkernt und das Fundament einseitig zurückgebaut. Die Kellersohle unter dem Audimax wurde abgesenkt und die darüberliegende Decke neu hergestellt. Zusätzlich wurde ein neuer Kellerbereich unmittelbar neben der Kantine und direkt am Turm errichtet, einschließlich der erforderlichen Unterfangung des Bestands.
Weiterhin wurde eine freitragende Aufstockung über der Kantine und dem ehemaligen Kesselraum realisiert sowie eine Vielzahl weiterer massiver Eingriffe in die bestehende Tragstruktur geplant und begleitet.


Umbau, Erweiterung und denkmalgerechte Sanierung eines Bürgerhauses,

Sämtliche Leistungen im Bereich Tragwerk und Bauphysik wurden durch uns erbracht – einschließlich der Planung von Montagezuständen, Rückbau und weiteren bauablaufrelevanten Maßnahmen.
Aufgrund erheblicher Schiefstellungen des Gebäudes wurde eine Unterfangung mittels HDI-Säulen erforderlich. Dadurch konnte eine gemeinsame Gründung für den erweiterten Gebäudeteil sowie den Bestand hergestellt und die weitere Umsetzung ermöglicht werden.
Die vorhandenen Decken wurden durch Kanthölzer zu massiven Brettstapeldecken revitalisiert. Dadurch konnten die erforderlichen Bauteilhöhen reduziert und gleichzeitig Raum für Schallschutzmaßnahmen sowie Installationen gewonnen werden. Zusätzlich wurde auf diesem Weg der erforderliche Brandschutz sichergestellt.
Darüber hinaus wurde die Sohlplatte abgesenkt und die Tragstruktur an die zahlreichen funktionalen und konstruktiven Anforderungen angepasst.


Neubau einer Futtermittelmühle

Bei diesem Projekt wurden durch uns zunächst lediglich die Schal- und Bewehrungspläne für den Treppenturm erstellt, der in Gleitbauweise ausgeführt werden sollte.
Während der Bearbeitung – insbesondere bei der Betrachtung der möglichen Anschlüsse von Treppenläufen und Deckenpodesten – zeigte sich jedoch, dass die ursprünglich vorgesehene Bauweise weder pragmatisch noch wirtschaftlich war und zudem ein nicht unerhebliches Gefahrenpotenzial aufwies.
Vorgesehen waren wie üblich Ortbetonpodeste sowie eine Ortbetondachdecke. Aufgrund der großen Bauhöhe wäre deren Herstellung jedoch mit erheblichem Aufwand und erhöhten Sicherheitsrisiken verbunden gewesen.
Für das ausführende Unternehmen entwickelte ich daher eine vollständige Fertigteillösung. Mit diesem Konzept konnten sämtliche Treppenläufe, Podeste und sogar die Dachdecke innerhalb von zwei Tagen montiert werden. Möglich wurde dies durch den Einsatz von Vollfertigteilen mit vormontierten Geländern – vollständig ohne aufwendige Schalarbeiten und zusätzliche Montagestützungen.
Dadurch konnten Einsparungen im mittleren fünfstelligen Bereich erzielt, die Bauzeit um mehrere Wochen verkürzt und gleichzeitig das Gefahrenpotenzial deutlich reduziert werden.
Manche nennen solche Ansätze Forschung, Entwicklung oder Innovation. Für mich ist es gelebter Ingenieuralltag.


Wiederaufbau Geschäftshaus nach Brandschaden

Sämtliche Leistungen im Bereich Tragwerk und Bauphysik wurden durch uns erbracht.
Die besondere Herausforderung bei diesem Bauvorhaben bestand darin, dass nach einem Brandschaden ein neues Gebäude mit höheren Lasten und veränderten Stützenstellungen auf der bestehenden Sohlplatte errichtet werden musste.
Die Lösung bestand darin, die zusätzlichen Lasten gezielt über Wandscheiben und neu hergestellte Fundamente in den vorhandenen Arbeitsgruben der Werkstatt abzutragen. Dadurch konnten die Gebäudelasten sicher und schadensfrei in den Baugrund eingeleitet werden, ohne die bestehende Sohlplatte zu beschädigen.

Entkernung eines historischen Geschäftshauses über
EG und 1.OG

Wir wurden bereits vor Baubeginn hinzugezogen, da die bestehende und bereits bauaufsichtlich geprüfte statische Berechnung nicht umsetzbar war. Daher übernahmen wir auch die erforderliche Überarbeitung und Entwicklung einer realisierbaren Lösung.
Eine besondere Herausforderung bestand darin, dass die Wohnungen im zweiten und dritten Obergeschoss während der gesamten Bauarbeiten bewohnt blieben. Zudem befanden sich unterhalb der Erdgeschossdecke bereits zahlreiche Abfangträger, die die neue Konstruktion erheblich einschränkten und die Entwicklung eines geeigneten Tragwerkskonzepts erschwerten.
Letztendlich erbrachten wir sämtliche erforderlichen Planungsleistungen einschließlich der Werkstattplanung für den Stahlbau. Darüber hinaus begleiteten und überwachten wir die Bauausführung und standen allen Beteiligten beratend und lösungsorientiert zur Seite.
Die abschließende Abrechnung zeigte, dass die von uns entwickelte Konstruktion trotz höherer Tragreserven mit rund 25 % weniger Material auskam.


Gastronomie auf historischem Fundament

Sämtliche Leistungen im Bereich Tragwerk und Bauphysik wurden durch uns erbracht – einschließlich der Planung von Montagezuständen, Rückbau und weiteren bauablaufrelevanten Maßnahmen.
Im Gastronomiebereich sind offene Grundrisslösungen mit möglichst wenigen tragenden Bauteilen häufig eine zentrale Anforderung, die wir gerne umsetzen. Bei diesem Projekt mussten zusätzlich die besonderen Anforderungen des historischen und zugleich erhaltenswerten Bestands berücksichtigt werden.
Gerade diese Kombination aus anspruchsvollen Rahmenbedingungen, Bestandsschutz und gestalterischen Anforderungen macht für mich den Reiz des Ingenieurberufs aus: Unter schwierigen Bedingungen etwas Besonderes zu erschaffen.

Behälterschaden
Wenn die Statik als Ursache feststeht – und es trotzdem eine andere Ursache gibt
Über mehrere Jahre habe ich in größerem Umfang Stahlbetonbehälter für Biogasanlagen statisch berechnet. Umso schwerwiegender war ein Schaden an einem dieser Behälter: Die Stahlbetoninnenstütze, die bei einem Druckabfall die abgesenkte Tragkonstruktion der Gasmembran aufnehmen sollte, war umgefallen.
Ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger untersuchte den Schaden und verortete die Ursache in meiner statischen Berechnung. Für mich war das eine ernste Situation. Schließlich hatte ich eine große Zahl vergleichbarer Behälter berechnet. Wenn die grundsätzlichen Annahmen meiner Statik falsch gewesen wären, hätte das weitreichende Konsequenzen gehabt.
Also begann ich, den Schaden selbst systematisch zu untersuchen.
Dabei zeigte sich, dass nicht die Berechnung, sondern der tatsächliche Betrieb des Behälters entscheidend war.
Der Behälter war für die Lagerung eines flüssigen Mediums mit einem üblichen Substratanteil bemessen worden. Im Betrieb wurde jedoch über einen längeren Zeitraum Flüssigkeit mit Substrat eingebracht und überwiegend Flüssigkeit wieder entnommen. Dadurch reicherte sich der Feststoffanteil immer weiter an. Am Ende befand sich im Behälter eine mehrere Meter hohe, begehbare Feststoffmasse.
Anschließend wurde etwa ein Viertel dieser Masse kuchenstückartig entfernt. Die verbleibenden drei Viertel des Behälters waren weiterhin mit Feststoff gefüllt – und der Behälter wurde erneut mit Flüssigkeit beaufschlagt und weiter betrieben.
Damit war ein Zustand entstanden, der mit dem ursprünglich berechneten Flüssigkeitsbehälter nichts mehr zu tun hatte. Die asymmetrisch vorhandene Feststoffmasse übte erhebliche horizontale Kräfte auf die Innenstütze aus und drückte sie schließlich um.
Der Schaden lag nicht in der statischen Berechnung. Der Behälter wurde unter Bedingungen betrieben, für die er weder geplant noch bemessen worden war.
Dieser Fall hat mir erneut gezeigt, wie gefährlich es ist, einen Schaden isoliert zu betrachten. Eine rechnerische Untersuchung allein reicht nicht aus, wenn der tatsächliche Zustand, die Nutzung und die Vorgeschichte eines Systems nicht verstanden werden.
Auch die Einschätzung eines anerkannten Sachverständigen ersetzt deshalb für mich nicht die eigene Prüfung der Zusammenhänge.
Ein Schaden erklärt noch nicht seine Ursache.
Erst wenn das gesamte System verstanden ist, lässt sich beurteilen, was tatsächlich passiert ist.
Und manchmal bedeutet Problemlösung auch, die eigene Arbeit gegen einen zunächst eindeutig erscheinenden Vorwurf zu überprüfen – ergebnisoffen und so lange, bis Ursache und Wirkung zusammenpassen.

Bild 1: umgedrückte Stütze

Bild 2: festes Substrat im Behälter

Denkmalgeschützte Kaserne zweigeschossig aufgestockt

Wir erbrachten sämtliche Leistungen im Bereich Tragwerk – Bestand, Neu- und Rückbau – sowie die Planung von Montagezuständen, Montagesicherungen und Arbeitsreihenfolgen im Rahmen der Ausführungsplanung.
Für dieses Gebäude lag bereits eine Genehmigungsplanung mit entsprechender Prüfung vor. Die vorhandene Bausubstanz wurde darin jedoch nur unzureichend berücksichtigt; es wurden lediglich Annahmen hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit getroffen. Daher war zunächst eine umfassende Bestandsanalyse des in den 1930er Jahren errichteten Offizierscasinos erforderlich. Das Gebäude wurde im Laufe der Zeit unterschiedlich genutzt – zunächst als Offizierscasino, später als Kino und anschließend als Kinderklinik.
Die Bestandsanalyse zeigte neben einzelnen, im Krieg reparierten Bombentreffern und veränderten Treppenhausanordnungen zahlreiche Abweichungen von den Annahmen der ursprünglichen Genehmigungsplanung.
Auf dieser Grundlage übernahmen wir wesentliche Teile der Genehmigungsplanung sowie die Ausführungsplanung und begleiteten die Umsetzung und standen hier für die Beantwortung alles fragen zur Verfügung. Denn gerade bei historischen Bestandsgebäuden zeigen sich viele entscheidende Randbedingungen erst im Zuge des Rückbaus und der Freilegung vorhandener Konstruktionen.


denkmalgerechte Sanierung der Schlossgartenwerkstatt

Aufgrund zahlreicher Schäden durch Feuchtigkeitseinflüsse musste die Dachkonstruktion der Schlossgartenwerkstatt erneuert werden. Die neue Dachkonstruktion sollte – wie bereits im Bestand – freitragend über die Dachverschneidungen ausgeführt werden.
Grundsätzlich stellt diese Konstruktion keine außergewöhnliche Schwierigkeit dar. Allerdings erfordern die Anschlusspunkte besondere Aufmerksamkeit, da das Dach in diesen Bereichen als Sprengwerk beziehungsweise als räumliches Fachwerk aus Druckstäben wirkt. Dadurch entstehen höhere Beanspruchungen in den Anschlüssen als bei herkömmlichen Konstruktionen.
Komplex wurde die Situation dadurch, dass bei der Ausführung sämtliche Anschlusspunkte entgegen den geplanten Ausführungsdetails hergestellt wurden. Dadurch entstand eine neue technische Herausforderung, die eine erneute Bewertung und Anpassung der Konstruktion erforderte.
Nach erfolgreicher Sanierung konnte auch dieses wertvolle Gebäude dauerhaft erhalten werden.
Bild links: Firstpunkt vor der Verstärkung
Bild rechts: Firstpunkt nach der Verstärkung


Denkmalsanierung Verwaltungsgericht

Bei der Sanierung der undichten Traufverkleidungen wurden erhebliche Schäden an der Deckenkonstruktion des Gebäudes festgestellt.
Durch die Undichtigkeiten konnte Feuchtigkeit in das Hirnholz der Deckenbalken eindringen. In der Folge waren die Balken im Inneren teilweise bis zu 2,0 m tief geschädigt und in ihrer Tragfähigkeit beeinträchtigt.
Daher war eine behutsame statische Ertüchtigung der Decken- und Dachkonstruktion erforderlich, um die darunterliegenden historischen Stuckdecken dauerhaft und ohne Beschädigung zu erhalten.
Es handelte sich um eine ungeplante Zusatzmaßnahme, die baubegleitend entwickelt und umgesetzt werden musste. Ursprünglich war lediglich vorgesehen, die Dachanschlüsse des Eckhauses zu überarbeiten, da diese teilweise auseinanderklafften und teilweise bereits durch Holzschädlinge beeinträchtigt waren.


Neubau einer Streusalzlagerhalle

Da die bestehende Streusalzhalle zum einen nicht mehr den erforderlichen Kapazitäten entsprach und zum anderen aufgrund zahlreicher Schäden – insbesondere durch Korrosion der Bewehrung – abgängig war, übernahmen wir beim Neubau die vollständige Tragwerksplanung einschließlich Detailentwicklung, Montageanweisungen und Bauüberwachung.
Aufgrund des schwierigen Baugrunds, der bereits unter der Bestandshalle hätte ausgetauscht werden sollen, musste die neue Halle mit den gleichen Grundrissabmessungen wie der Bestand ausgeführt werden. Die erforderliche Kapazität wurde daher durch eine angepasste Füllhöhe erreicht.
Ein Projekt mit besonderen Anforderungen an Materialwahl, Korrosionsschutz und konstruktiven Holzschutz – erfolgreich umgesetzt in einem starken Team und mit einer souveränen Zusammenarbeit aller Beteiligten.


Neubau Bürozwilling mit Tiefgarage

Das Gebäude wurde auf Bohrpfählen tief gegründet und im Wesentlichen als Stahlbeton-Fertigteilkonstruktion in Skelettbauweise ausgeführt, um die Bauzeit zu reduzieren. Wir erbrachten sämtliche Leistungen der Tragwerksplanung – von der ersten Beratung über die Werkplanung der Stahlbetonfertigteile bis hin zur abschließenden technischen Abstimmung.
Aufgrund des hohen Platzbedarfs für die Gebäudetechnik in den einzelnen Geschossen und der begrenzten baurechtlich zulässigen Geschosshöhe waren umfangreiche Aussparungen in den Unterzügen erforderlich. Daher wurden die Fertigteilbalken gezielt auf diese besonderen Anforderungen abgestimmt und konstruktiv entwickelt.
Um eine maximale Anzahl an Aussparungsmöglichkeiten in zwei Ebenen zu schaffen, wurden die Unterzüge in Anlehnung an einen Fischbauchträger ausgebildet. An den Trägerenden wurden Aussparungen im Bereich der Unterzugsunterseite vorgesehen, während im Feldbereich Öffnungen direkt unterhalb der Decke – also im Bereich der Unterzugsmitte – angeordnet wurden.
Am Ende hat alles funktioniert – wie so oft, wenn Kommunikation, Planung und Umsetzung konsequent zusammenpassen.


Erweiterung Papierfabrik über high care Bereich

Bei der Erweiterung der Papierfabrik erbrachten wir die Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung sowie die Beratung zur Ausführung und die baubegleitende Unterstützung.
Die wesentliche Herausforderung bestand in der Überbauung des High-Care-Bereichs während des laufenden Betriebs. Dessen bestehende Dachkonstruktion lag unterhalb der Kranbahnen, sodass die neue Halle einschließlich der 70- und 80-Tonnen-Kranbahnen über diesen Bereich hinweg verlängert werden musste.
Die Umsetzung erfolgte unter besonderen Randbedingungen: mit einer Tiefgründung, einer 22 m hohen Brandwand im Bestand sowie der Notwendigkeit, den laufenden Betrieb während der Bauphase aufrechtzuerhalten.
Durch sorgfältige Vorplanung, eine enge Abstimmung aller Beteiligten und eine konsequente Kommunikation konnte dieses anspruchsvolle Bauvorhaben erfolgreich entsprechend den Vorgaben umgesetzt werden.


Umbau und Entkernung historisches Strandhotel

Das historische, fünfgeschossige Strandhotel wurde im Souterrain und Erdgeschoss vollständig entkernt, um einen großzügigen und einladenden Empfangsbereich zu schaffen. Wir erbrachten sämtliche Leistungen der Tragwerksplanung einschließlich Montagesicherung, Montagereihenfolge und baubegleitender Unterstützung.
Für dieses Bauvorhaben lagen keinerlei Bestandsunterlagen vor, sodass zunächst die vorhandene Konstruktion ermittelt, analysiert und bewertet werden musste. Bereits unter optimalen Bedingungen wäre diese Maßnahme eine anspruchsvolle ingenieurtechnische Aufgabe gewesen. Im Zuge der Untersuchung wurde jedoch zusätzlich festgestellt, dass durch frühere Umbauten das ursprüngliche Aussteifungssystem nahezu vollständig entfernt worden war.
Daher musste zunächst die Standsicherheit des Gebäudes durch ein neues Aussteifungskonzept wiederhergestellt werden, bevor die geplanten Eingriffe umgesetzt werden konnten.
Auch diese Herausforderung konnte durch sorgfältige Vorplanung, eine souveräne baubegleitende Planung und eine enge Kommunikation aller Beteiligten folgreich bewältigt werden.


Aufgehängte Fluchtteppe

Zur nachträglichen Herstellung des zweiten Rettungsweges wurde die Errichtung eines Fluchttreppenturms erforderlich. Hierfür erbrachten wir sämtliche Leistungen der Tragwerksplanung.
Warum wurde die Treppe aufgehängt? Die vorhandene Erdgeschossdecke verfügte nicht über ausreichende Lastreserven für die Aufstellung eines herkömmlichen Treppenturms. Zudem war der darunterliegende Speisesaal gerade erst renoviert worden, sodass Eingriffe in die Erdgeschossdecke oder zusätzliche Abfangmaßnahmen vermieden werden sollten.
Die vorhandene Stahlbetonwandscheibe der Obergeschosse verfügte hingegen über ausreichende Tragreserven. Daher wurde ein Konzept entwickelt, bei dem die Treppenkonstruktion an dieser tragfähigen Struktur aufgehängt wurde.
So konnte die Maßnahme mit einem minimalinvasiven Eingriff in den Bestand umgesetzt und der erforderliche zweite Rettungsweg wirtschaftlich und sicher geschaffen werden.


Scheune wird zur Kirche

Die freie Kirchengemeinde an diesem Standort hatte den Wunsch, eine alte Scheune zu einer Kirche umzubauen und damit ein bestehendes Gebäude nachhaltig zu revitalisieren. Zuvor waren bereits mehrere Planer angefragt worden, die diese Maßnahme aufgrund der Rahmenbedingungen als nicht umsetzbar einschätzten.
Ich übernahm daraufhin sämtliche Leistungen der Tragwerksplanung und Bauphysik sowie die beratende Begleitung bei der Entwurfsentwicklung.
Die Revitalisierung wurde anschließend unter meiner Leitung und zu großen Teilen durch die Gemeindemitglieder selbst umgesetzt. Die Planung wurde dabei gezielt an die vorhandenen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Ressourcen vor Ort angepasst.
So entstand ein besonderer Ort, der nicht nur technisch funktioniert, sondern durch die aktive Beteiligung vieler Gemeindemitglieder eine ganz eigene Identität und einen besonderen persönlichen Bezug erhalten hat.


Schulaufstockung in Windeseile

© by leibniz Privatschule
Bei diesem Projekt durften wir eine Schulaufstockung in Stahlbeton-Fertigteilbauweise planen, bei der ein äußerst anspruchsvoller Zeitplan umgesetzt werden musste.
Wir erbrachten sämtliche Leistungen der Tragwerksplanung und Bauphysik einschließlich Werk- und Montageplanung für die Fertigteile. Darüber hinaus wurde die komplette Integration der Elektrotechnik in den Stahlbetonwänden durch uns geplant und konstruktiv berücksichtigt.
Die Fertigteile für die rund 1.200 m² große Aufstockung konnten bereits fünf Monate nach Einreichung des Bauantrags montiert werden.
Für viele erscheint eine solche Geschwindigkeit nahezu unmöglich – für erfahrene Projektbeteiligte ist sie das Ergebnis professioneller Planung, klarer Kommunikation und konsequenter Umsetzung.

Eine Sparte der IBB GmbH
Ich bin geschäftsführender Gesellschafter der IBB GmbH. Seit über 30 Jahren löse ich anspruchsvolle Aufgaben im Bau- und Planungsbereich – besonders dann, wenn Projekte aus dem Gleichgewicht geraten. Gerne auch für Sie.
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